The Beat Farmers:The Pursuit Of Happiness |
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Joey Harris () Buddy Blue (g) Jerry Raney (g) ... Steve Berlin (sax) Stephen McCarthy (g) Greg Sowders (g) |
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ME/S-ReviewSie haben in jedem kalifornisehen Kaff aufgespielt. Als Vorgruppe der Blasters, Bangles und Los Lobos. Doch inzwischen sind sie ihrem Anheizer-Status entwachsen. Die Beat Farmers gehören zur ständig wachsenden Phalanx aufstrebender US-Bands, die mit ungestümer Gitarren-Kraft den Wilden Westen noch so begreifen, wie er ursprünglich gemeint war.Sperrt die frühen CCR, eine Southern Rock-Kapelle und einen besessenen R&B-Gitarristen zusammen mit ein paar Byrds-Tapes und diversen Six-Packs in einen Kuhstall - was 24 Stunden später dabei herauskommt, müßte in etwa so klingen wie die Beat Farmers. In markig-muskulösen Songs beschwören die vier Aufrechten aus Südkalifornien Alkohol-Exzesse.("Elephant Day Parade"), Frauen, die's im Kopf und in den Beinen haben ("Ridin"), preisen die Vorzüge des Vagabundierens ("God Is Here Tonight") und rufen den Geist des freien, wilden Westens ("Hollywood Hills"). Doch die Zeiten sind andere, härtere geworden, was auch diesen modernen Cowboys nicht verborgen geblieben ist und ihrer Identitätssuche so manch wehmütigen Unterton beschert. Wo sind sie geblieben, die Helden von einst und ihre alten Songs? Selbst die "Girls From Texas", die ein Ry Cooder noch euphorisch gepriesen hatte, sind nicht mehr das, was sie einmal waren, denn: "All the pretty ones have moved away..." Der countrygesättigte Rock'n' Roll der Beat Farmers kommt, trotz geschliffener Produktion, rauh und kraftvoll aus den Boxen, wobei ihnen mitunter, wenn das Leadgitarrengespann hemmungslos die Zügel schleifen läßt, der Blick für die Ökonomie dieses Genres etwas verlorengeht. Die in diesen Kreisen fast schon übliche Byrds-Referenz ("Make It Last") ist dem Quartett vorzüglich gelungen und zwei "echte" Coverversionen gehören eindeutig zu den Höhepunkten von THE PURSUIT OF HAPPINESS: Als wohlgewählter Ruhepol schleicht sich Tom Waits' Ode an "Rosie" zwischen die satte Gitarrenfront - und Country Dick Montana verwandelt in einer Paraderolle Johnny Cashs "Big River" in einen fürwahr reißenden Strom. Bleibt noch der abschließende Blick auf eine illustre Gästeliste: los Lobos-Mann Steve Berlin, einst Produzent des Debütalbums der Beat Farmers, hat sein Saxophon für "Ridin" ausgepackt; Piano-Koryphäe Nicky Hopkins malträtiert seine Tasten in gewohnt packender Manier und die artverwandten Long Ryders beurlaubten Stephen McCarthy und Greg Sowders für einen kurzen Abstecher. (Platte des Monats) Jörg Feyer in Musik Express/Sounds 9-87 SPEX-ReviewDie tighteste der Country/R'n'B-Revival-Bands der Klasse von 84, nie so gute Songwriter wie etwa Dave Alvin oder die Long Ryders in ihren besseren Momenten, nie so wahnsinnig wie Green On Red, aber so tight, so schweinemäßig wohl und feist. Das Netteste, was man über sie sagen kann - und ich meine das wirklich nett - ist, daß sie zu diesem Revival sich verhalten wie Canned Heat sich zu Hippie-Blues oder The Dictators zu Punk-Rock. Schließlich geht es ja gut los (jetzt ist es raus!). Ein Problem ist noch, daß in dieser Band jeder mal singen, mal Lead-Gitarre spielen, mal Schlagzeug spielen und mal den Song schreiben darf (wenn er nicht von Tom Waits oder Johnny Cash stammt), was unsinnig ist, weil ein gewisser Joey Harris hier eindeutig das größte Talent stellt. Die nächste LP sollten sie "Miller-Lite" nennen. Dann würde ich sie trinken.Budweiser Budweisersen in SPEX 10-87 |
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